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Decision Closure Framework (DCF)
DCF definiert kontinuierliche Legitimität als Laufzeitbedingung. Eine Entscheidung muss nicht nur beim Erlass, sondern auch während ihrer Ausführung legitim bleiben.
Closure-Modell
Closure(d,t) = Authority(d,t) ∧ Assumptions(d,t) ∧ Evidence(d,t)
Eine Entscheidung darf nur committed oder fortgesetzt werden, solange Closure gilt.
Failure Condition
Bricht Closure, muss das System anhalten, suspendieren, re-legitimieren oder Authority Rebinding einleiten.
Warum DCF wichtig ist
Monitoring und Logging zeigen, was ein System tut. DCF regelt, ob die Entscheidung, die diese Handlung autorisiert, über die Zeit legitim bleibt.
Wenn Closure bricht, verschiebt sich die Governance-Frage von „ist die Entscheidung gültig?“ zu „wer ist jetzt befugt zu entscheiden, was als Nächstes geschieht?“
DCCL-Stufen
| Stufe | Bedeutung |
|---|---|
| DCCL-0 | Kein explizites Closure-Modell |
| DCCL-1 | Nur Authority |
| DCCL-2 | Authority + Evidence |
| DCCL-3 | Vollständige Closure zum Commit-Zeitpunkt |
| DCCL-4 | Kontinuierliche Closure zur Laufzeit |
| DCCL-5 | Kontinuierliche Closure + adaptive Re-Legitimation und Authority Rebinding |