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Decision Invariants

SnapOS definiert Systeme nicht allein über Oberflächenverhalten. Entscheidend sind Invarianten, die gelten müssen, damit eine Entscheidung über die Zeit dieselbe Entscheidung bleibt.

Dieses Konzept ist Teil der Entscheidungsintegrität und beschreibt, wie Systeme ihre Ausführungslegitimität sichern oder wiederherstellen.

Warum Invarianten existieren

Eine Invariante ist eine Bedingung, die gelten MUSS, damit eine Entscheidung dieselbe Entscheidung bleibt. Ohne explizite Invarianten lassen sich Systeme nicht auditieren und Drift nicht von legitimer Evolution trennen.

Minimalfunktion

Invarianten machen Governance von einer Erzählung zu einer Struktur. Sie definieren, was sich nicht still verändern darf.

Kerninvarianten

Identity Invariant

Eine Entscheidung bleibt nur identisch, wenn Intent, Scope, Assumptions, Ownership und Review Interval gültig bleiben oder explizit re-legitimiert werden.

Continuity Invariant

Entscheidungslegitimität ist nicht punktuell. Eine bei t₀ gültige, aber bei t₁ ungültige Entscheidung darf nicht einfach weiterlaufen.

Non-Equivalence Invariant

Compliance ≠ Decision Integrity. Correctness ≠ Legitimität. Logging ≠ Evidence Closure.

Drift Independence Invariant

Drift kann ohne sichtbaren Fehler auftreten. Outputs und KPIs können stabil bleiben, während Identität divergiert.

Witness Invariant

Keine starke Behauptung ohne Zeugen. Fehlende Witnesses verhindern die Hochstufung von Claims.

Konsequenz

Werden Invarianten nicht explizit definiert und durchgesetzt, lassen sich Entscheidungen nicht verifizieren, Drift nicht erkennen und Governance bleibt symbolisch.

Autorität und Forschungsnachweise